Alexander Drößler

Media Entrepreneur

Fulbright connects!

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Vor dem Urlaub hatte ich die großartige Gelegenheit, an einer globalen Konferenz teilzunehmen und noch einen anderen Teil Amerikas kennen zu lernen. In New Orleans fand das Enrichtment Seminar meines Sponsors statt, des Fulbright Programs. Mit etwa 120 Studierenden aus aller Welt und allen Fachrichtungen habe ich mich austauschen können sowie New Orleans und Umgebung kennen lernen können.

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Das Seminar stand unter dem Thema “Climate Change and the Environment”, zu dem wir Vorträge und Diskussionen mit diversen Experten hatten, wie z.B. mit Prof. Denise Reed vom Water Institute of the Gulf. Dabei ging es jedoch nicht darum, wie der Klimawandel ggf. aufgehalten werden kann oder wie Umweltschutz effektiver gestaltet werden kann. Vielmehr haben wir darüber gesprochen, wie sich New Orleans städtebaulich verändern muss, um eine Zukunft zu haben. Der Ozean raubt dem Gebiet täglich einige Quadratmeter Land, diese Entwicklung soll vor Allem mit Hilfe des Mississippis gestoppt werden, der sich im Delta wieder ungehemmt entwickeln können soll um somit Land anzuhäufen.

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Sehr interessant war der Ausflug ins Barataria Preserve, einem Naturschutzgebiet was mit den Everglades vergleichbar ist. Dort leben verschiedenste Tier- und Pflanzenarten, unter Anderem Alligatoren, Schlangen und Frösche.

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In der Vergangenheit wurde das Gebiet leider immer kleiner, was mit der Austrocknung des Landes um New Orleans herum zu begründen ist. Genau das macht die Stadt hochwassergefährdet, die übrigens nicht direkt am Meer liegt.

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Die Bewohner von New Orleans haben noch immer mit den Folgen des Hurricanes Katrina von 2005 zu kämpfen. Auch fast zehn Jahre nach dem verheerenden Sturm sind noch nicht alle Häuser wieder aufgebaut. Wir haben uns das St. Bernard Project angeschaut, was die Häuser von Bedürftigen renoviert und dabei mitgeholfen. Paradox, dass Austauschstudenten aus aller Welt, also auch aus Entwicklungsländern die ebenfalls mit Naturkatastrophen oder Hungersnöten zu kämpfen haben, dabei geholfen haben Häuser in der reichsten Volkswirtschaft der Welt aufzubauen. Dennoch scheint in Amerika Freiwilligendienst weiter verbreitet zu sein als in Deutschland.

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Die Innenstadt ist wunderschön. Die Mischung als Wolkenkratzern und Häusern aus der spanischen bzw. französischen Kolonialzeit ist einzigartig und wirkt nicht wirklich amerikanisch. Das Nachtleben erinnerte mich allerdings sehr an die Hamburger Reeperbahn, nur ohne Nutten. Dafür mit ganz viel Livemusik, natürlich überwiegend Jazz.

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Auch für mich selbst war dieses Seminarwochenende herausfordernd. Oftmals nehmen wir von unseren Werten an, das es die einzig waren und richtigen sind. Ich bin froh, mit den verschiedensten Menschen aus den verschiedensten Kulturen über verschiedenste Ansichten und Lebenshaltungen diskutiert zu haben. Die Diskussionen zeigten mir aber auch, wie wichtig kultureller Austausch für gegenseitiges Verständnis ist. Nun kenne ich nicht nur Menschen aus fast jedem Land dieser Erde, sondern ich kann auch sagen: Ich fühle mich weniger Europäer, noch weniger als Deutscher. Ich bin viel mehr Erdenbürger. Genau das ist es, was es in der Welt ein wenig mehr braucht: Ein Gefühl für das größere Bild. Problemlösungsansätze, die nicht nur die eigenen Sorgen vermindern, sondern die Welt ein kleines Stückchen besser machen. Denn wir sind verdammt privilegiert in Deutschland.

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