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Interview: „Nachrichten sind dort, wo Menschen sind“

Im Dezember 2013 hat mich ein Kollege, der in Hannover Journalismus studiert, für sein Seminar interviewt. Aus dem Gespräch entstand folgendes Interview.

Alexander Drößler (24) ist Masterstudent der Journalistik an der Universität Hamburg und als Fulbrighter zwei Semester an der University of Missouri, eine der besten Journalistenschulen in den USA. Er erzählt über das Studium in den Staaten, Chancen für junge Journalisten und seinen Idealismus. Continue reading “Interview: „Nachrichten sind dort, wo Menschen sind“”

Die Nachrichten sozialer machen

Was ist Journalismus? Wer sind Journalisten? Was gehört zu ihren Aufgaben? Die Antworten auf diese Fragen scheinen einfach zu sein. So wurde es mir zumindest beigebracht. Traditionell ist ein Journalist doch objektiv, er beobachtet und gibt wider. Jetzt denke ich wieder über Fragen wie diese nach.

Bei meiner Arbeit im Community Outreach Team des Columbia Missourians benutzen wir sehr viele Social Media. Wir konzentrieren uns dabei in erster Linie auf das Wort “Social”. Durch das Web 2.0 mit seinen Kindern wie Facebook, Twitter, Blogs, Instagram und vielen anderen Tools können Medien ganz anders mit ihren Lesern – oder etwas weiter gefasst – mit ihrer Community kommunizieren. Es findet keine reine Einwegkommunikation mehr statt, die der Leser höchstens durch einen Leserbrief beeinflussen konnte, natürlich mit der Redaktion als Filter. Heute kann jeder mitmachen im “Free Flow of Communication”. Journalisten können ihn beobachten, herausfischen was sie für wichtig erachten und: mitmachen. Dazu gehört mehr als nur lustige, in der Redaktion entstandende Bildchen auf Facebook hochzuladen um Likes zu erhaschen. Continue reading “Die Nachrichten sozialer machen”

Fulbright connects!

Vor dem Urlaub hatte ich die großartige Gelegenheit, an einer globalen Konferenz teilzunehmen und noch einen anderen Teil Amerikas kennen zu lernen.

In New Orleans fand das Enrichtment Seminar meines Sponsors statt, des Fulbright Programs. Mit etwa 120 Studierenden aus aller Welt und allen Fachrichtungen habe ich mich austauschen können sowie New Orleans und Umgebung kennen lernen können. Continue reading “Fulbright connects!”

Semesterferien!

Es ist kaum zu glauben. Das erste Semester an der Missouri School of Journalism ist geschafft. Vor zwei Jahren hätte ich jeden verrückt erklärt, der mir gesagt hätte, dass ich jetzt hier sitzen würde um mein erstes Semester an einer der renommiertesten Journalism Schools der Welt zu resümieren.

Vier Monate sind vergangen, seit ich am 7. August den Weg in die USA angetreten habe. Viel ist passiert und viel liegt noch vor mir in den kommenden Monaten bis Juni. Ein tolles Frühlingssemester und vorher eine tolle Reisezeit. Continue reading “Semesterferien!”

Mehr Medienethik wagen

Mir scheint, als wird sehr viel darüber gesprochen, was erlaubt ist, und was nicht. Im Gegensatz dazu aber nicht über ethische Fragen. Es ist wichtig, über die Rechte, Rollen, Verantwortungen und Plichten von Journalisten zu reden.

Momentan wird mit dem Regener Landrat Michael Adam die nächste Sau durch’s Dorf getrieben. Er hatte Sex in seinem Büro und nahm dabei auch noch Poppers, eine Sexdroge, die häufig von Homosexuellen konsumiert wird. Ich möchte nicht darüber spekulieren, was passiert wäre, wenn Michael Adam nicht schwul wäre. Das haben Andere schon gemacht. Continue reading “Mehr Medienethik wagen”

Was der Verkauf der Washington Post an Jeff Bezos bedeutet:

Vor einigen Wichen war der Verkauf der Washington Post an Amazon bekannt geworden. Die Redakteure sind optimistisch. Sie hoffen auf die Ansätze, die auch Amazon groß gemacht hätten: Die Kunden zuerst, Innovation und Geduld.

Eine weitere Station meines Trips nach Washington DC vor einigen Wochen war die Washington Post. Wenige Wochen zuvor war der Verkauf des Blattes an Amazon-Gründer Jeff Bezos bekannt geworden. Eine derart traditionsreiche Zeitung im Besitz eines großen Unternehmens, dass wie wenige andere sinnbildlich für Erfolg im Digitalgeschäft steht, sorgte auch in der Redaktion für Wirbel. Der neue Eigentümer sollte keine Verlegerfamilie oder ein bekanntes Medienunternehmen sein, sondern zu einem Online-Kaufhaus gehören. Kann das gut gehen? Continue reading “Was der Verkauf der Washington Post an Jeff Bezos bedeutet:”

Hello Big Brother – What “Merkelphone” means for the U.S – German Relationship

German media are upset in a way I have never seen before. Even conservative editors who mostly have a pro american view point out the political explosive force of this topic. They ask: Are we an enemy of the U.S?

It feels strange today to live in the United States as a German. To live in a country which probably monitors all the electronic communication you do, even if it analyzes it or not. To live in a country which secret services are able to monitor all online or phone communication. A country that does not recoils to monitor the government leaders and presidents of other countries. Okay, one could expect that from enemy countries. But not from friends. It is nearly safe the U.S. secret services monitored or monitor the communication of the the german government including chancellor Angela Merkel and 34 other countries. German media are upset in a way I have never seen before. Even conservative editors who mostly have a pro american view point out the political explosive force of this topic. They ask: Are we an enemy of the U.S? Even the main German news TV-show “Tagesschau” doubts the friendship between Germany and the U.S. by calling them our “allegedly american friends”. Continue reading “Hello Big Brother – What “Merkelphone” means for the U.S – German Relationship”

Nach vorne denken – US-Medien und deren Strategien: Politico

Den Pessimismus, den ich bei deutschen Verlegern häufig zu sehen meine, gibt es bei Politico nicht. Stattdessen überlegten sich die Redakteure von Beginn an, wie sie die Gratiskultur im Internet verändern können und wie sich mit den verschiedensten Wegen Geld verdienen lässt. Ein Besuch.

SZ-Online Chef Stefan Plöchinger schrieb vor Kurzem acht Thesen zur Zukunft des Journalismus auf: Medien sollten ihre eigenen Qualitäten erkennen, eine eigene Vision entwickeln, eine eigene Multi-Marke bauen, Ideologien widerstehen, neue Strukturen für neue Chancen schaffen, Veränderung als Dauerzustand akzeptieren, Vordenker fördern sowie die Leser ernst nehmen. Während in Deutschland darüber diskutiert wird, gibt es in den USA Medienhäuser, die genau das praktizieren.

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American New Media Business Models: Was deutsche Verleger daraus lernen können

In dieser Woche hat Cesca Antonelli, die Redaktionsleiterin des Bloomberg TV Studios Washington DC einen Gastvortrag in meinem Kurs gehalten. Ich denke, von ihren Gedanken können sich deutsche Verleger, Chefredakteure und Medienmacher etwas abgucken. Die totale Publikumsorientierung soll das Erfolgsrezept amerikanischer Medien sein.

Zunächst ein eher allgemeiner Gedanke für ein gutes Medienangebot und ein funktionierendes Geschäftsmodell drum herum: Das Allerwichtigste ist es, sein Publikum genau zu kennen. Für wen mache ich mein Medienangebot? Warum sollte der Konsument ausgerechnet zu mir kommen? Ebenso wichtig ist es, das eigene Produkt bestens zu kennen. Eine zentrale Frage ist dazu, wie das Publikum mein Newsprodukt konsumiert. Problematisch kann es für ein Geschäftsmodell werden, wenn es einen Unterschied zwischen denen gibt, die für den Journalismus bezahlen und denen, die ihn lesen. Das ist ja momentan mit dem rückläufigen Anzeigengeschäft nicht neu zu beobachten. Amerikanische Verleger haben mit drei unterschiedlichen Wegen auf diese Entwicklung reagiert: Continue reading “American New Media Business Models: Was deutsche Verleger daraus lernen können”

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