#ijf18: Paid Content? Membership? Wie das Business Modell die redaktionelle Strategie beeinflusst

Reader Revenue wird immer wichtiger für die Finanzierung von Journalismus im Digitalen. Was Paid Content von Membership unterscheidet und was das in der Konsequenz für die redaktionelle Strategie bedeutet, war Thema beim International Journalism Festival Perugia.

Für Rasmus Nielsen vom Reuters Institute der University of Oxford ist klar, warum Medien mit Paid Content im Digitalen bislang kaum erfolgreich sind: „Der meiste Journalismus im Internet ist es nicht wert, dafür zu bezahlen.“ Der Journalismus-Professor weiter: „ Wenn ihr etwas produzieren möchtet, für das Menschen bereit sind, zu bezahlen, muss es einen Wert für sie haben.“ Mit welchen Ansätzen das gelingen kann, war eines der dominanten Themen beim International Journalism Festival in Perugia. Continue reading “#ijf18: Paid Content? Membership? Wie das Business Modell die redaktionelle Strategie beeinflusst”

Warum Regionalzeitungen harte Zeiten bevorstehen

Warum Regionalzeitungen harte Zeiten bevorstehen: Über die geringe Innovationsfreude von Tageszeitungen und die veralteten Denkmuster von Chefredakteuren. Was ein erfolgreiches digitales Medienprodukt braucht.

Heute morgen im Bett habe ich wie jeden Tag meine Regionalzeitung gelesen und mich darüber informiert, was so in der Welt los ist. Ach nee, ist ja Sonntag. Da gibt es gar keine Zeitung. Ach nee, und selbst wenn, ich habe ja auch gar keine abonniert. Wie jeden Tag habe ich natürlich auch heute morgen mein Smartphone gegriffen, bin durch Twitter und Facebook gescrollt und habe hier und da auf einen Artikel geklickt. Durch die digitale Filterbubble kommt mein erster Nachrichtenschwall des Tages. Continue reading “Warum Regionalzeitungen harte Zeiten bevorstehen”

Mehr Medienethik wagen

Mir scheint, als wird sehr viel darüber gesprochen, was erlaubt ist, und was nicht. Im Gegensatz dazu aber nicht über ethische Fragen. Es ist wichtig, über die Rechte, Rollen, Verantwortungen und Plichten von Journalisten zu reden.

Momentan wird mit dem Regener Landrat Michael Adam die nächste Sau durch’s Dorf getrieben. Er hatte Sex in seinem Büro und nahm dabei auch noch Poppers, eine Sexdroge, die häufig von Homosexuellen konsumiert wird. Ich möchte nicht darüber spekulieren, was passiert wäre, wenn Michael Adam nicht schwul wäre. Das haben Andere schon gemacht. Continue reading “Mehr Medienethik wagen”

Was der Verkauf der Washington Post an Jeff Bezos bedeutet:

Vor einigen Wichen war der Verkauf der Washington Post an Amazon bekannt geworden. Die Redakteure sind optimistisch. Sie hoffen auf die Ansätze, die auch Amazon groß gemacht hätten: Die Kunden zuerst, Innovation und Geduld.

Eine weitere Station meines Trips nach Washington DC vor einigen Wochen war die Washington Post. Wenige Wochen zuvor war der Verkauf des Blattes an Amazon-Gründer Jeff Bezos bekannt geworden. Eine derart traditionsreiche Zeitung im Besitz eines großen Unternehmens, dass wie wenige andere sinnbildlich für Erfolg im Digitalgeschäft steht, sorgte auch in der Redaktion für Wirbel. Der neue Eigentümer sollte keine Verlegerfamilie oder ein bekanntes Medienunternehmen sein, sondern zu einem Online-Kaufhaus gehören. Kann das gut gehen? Continue reading “Was der Verkauf der Washington Post an Jeff Bezos bedeutet:”